
Unser traditionelles Ulmer Brot
Heute teile ich mit euch ein ganz besonders Stück meiner Familiengeschichte: das Rezept für unser Ulmer Brot. Dieses Weihnachtsgebäck begleitet mich schon seit meiner Kindheit und der Duft erinnert mich sofort an die gemütlichen Adventsnachmittage in Mamas Küche. Jedes Jahr wenn ich es backe werden die schönsten Erinnerungen wach.
Darum lieben wir dieses Gebäck
Was unser Ulmer Brot so einzigartig macht ist seine wunderbar saftige Textur. Es ist wie ein Lebkuchen aber gleichzeitig ganz anders. Die Kombination aus winterlichen Gewürzen und der glänzenden Schokoladenglasur macht es zu meinem absoluten Lieblingsweihnachtsgebäck. Am schönsten finde ich dass die kleinen Würfel sich perfekt zum Verschenken eignen und super lange frisch bleiben.
Das kommt in unser Familienrezept
- Butter: 500 g, zimmerwarm, für einen cremigen Teig.
- Zucker: 500 g, plus 1 Pk Vanillezucker, für die nötige Süße.
- Eier: 8 Stück, Größe M, einzeln unterrühren.
- Milch: 250 ml, Zimmertemperatur, für die Feuchtigkeit.
- Rum: 1 1/2 EL, optional durch Orangensaft ersetzbar.
- Mehl: 500 g, gesiebt, für eine gleichmäßige Konsistenz.
- Backpulver: 1 Pk, für das Aufgehen des Teigs.
- Kakao: 1 EL, für die schokoladige Note.
- Gewürze: Zimt (1 EL), Muskatnuss und Nelken (je 1 Msp), für den weihnachtlichen Geschmack.
- Schokoladenglasur: 300 g, geschmolzen, für die Dekoration.
- Puderzucker: 5–6 EL, mit Wasser vermengt, für das Marmormuster.
So backen wir unser Ulmer Brot
- Buttermasse vorbereiten
- Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eier einzeln unterrühren, bis die Masse cremig ist.
- Trockene Zutaten mischen
- Mehl, Backpulver, Kakao und Gewürze in einer separaten Schüssel vermengen.
- Flüssige Zutaten hinzufügen
- Milch und Rum abwechselnd mit der Mehlmischung zur Buttermasse geben und zu einem glatten Teig verrühren.
- Backen
- Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und bei 175 °C Umluft für 30–40 Minuten backen. Mit einem Holzstäbchen testen, ob der Teig durchgebacken ist.
- Dekorieren
- Schokoladenglasur auf dem abgekühlten Kuchen verstreichen und mit einem Puderzuckerguss Marmormuster ziehen. Vollständig auskühlen lassen, dann in Würfel schneiden.
Eine süße Geschichte
Oft werde ich gefragt woher der Name Ulmer Brot kommt. Ehrlich gesagt weiß das niemand so genau. Manche sagen es kommt aus der Ulmer Backtradition andere meinen früher nannte man einfach viele Kastenkuchen Brot. Für mich ist es einfach der Inbegriff von Weihnachten und Familie egal woher der Name stammt.
Meine besten Backtipps
Nach jahrelanger Erfahrung mit diesem Familienrezept kann ich euch ein paar wichtige Tipps geben: Nehmt hochwertige Gewürze und seid großzügig damit. Ich gebe manchmal zusätzlich zum Rum noch etwas Orangensaft dazu das macht den Geschmack noch intensiver. Und lasst euch Zeit beim Rühren der Buttermasse je cremiger desto besser wird das Ergebnis.
So bleibt es lange frisch
Das Tolle am Ulmer Brot ist dass es sich super zum Vorbacken eignet. In einer luftdichten Dose hält es sich mehrere Wochen. Ich backe immer schon Anfang Dezember eine große Portion dann habe ich immer etwas Leckeres da wenn Besuch kommt. Die Würfel werden mit der Zeit sogar noch aromatischer.

Mehr als nur ein Rezept
Für mich ist das Ulmer Brot viel mehr als nur ein Weihnachtsgebäck. Es ist ein Stück Familiengeschichte das ich jetzt an meine eigenen Kinder weitergebe. Wenn der Duft durchs Haus zieht weiß jeder: Jetzt beginnt die schönste Zeit des Jahres. Ich hoffe ihr nehmt dieses besondere Rezept auch in eure Weihnachtstradition auf.
Häufig gestellte Fragen
- → Kann ich den Rum weglassen?
- Ja, der Rum kann durch die gleiche Menge Orangensaft ersetzt werden. Der Geschmack wird dann etwas fruchtiger.
- → Wie lange hält sich das Ulmer Brot?
- In einer luftdichten Box aufbewahrt, bleibt das Gebäck 2-3 Wochen frisch. Es schmeckt nach 1-2 Tagen sogar noch intensiver.
- → Warum wird das Gebäck zweifach glasiert?
- Die Kombination aus Schokoladenglasur und Puderzuckerguss ergibt das typische Marmormuster und macht das Gebäck optisch besonders attraktiv.
- → Wie groß sollten die Würfel geschnitten werden?
- Die Würfel werden traditionell etwa 2-3 cm groß geschnitten, sodass sie mundgerecht sind und sich gut als Plätzchentellergebäck eignen.
- → Woran erkenne ich, dass der Kuchen fertig ist?
- Nach 30-40 Minuten sollte die Stäbchenprobe gemacht werden. Wenn kein Teig am Holzstäbchen kleben bleibt, ist der Kuchen fertig.