
Der klassische Gurkensalat mit saurer Sahne ist eine zeitlose Beilage, die mit ihrer erfrischenden Note und cremigen Textur überzeugt. Die Kombination aus knackigen Gurken, milden roten Zwiebeln und einem cremig-säuerlichen Dressing macht ihn zum perfekten Begleiter für zahlreiche Hauptgerichte.
Als ich diesen Gurkensalat zum ersten Mal für ein Grillfest zubereitet habe, war ich überrascht, wie viele Komplimente ich dafür bekam. Obwohl es sich um ein so einfaches Rezept handelt, war die Schüssel als erstes leer. Die Kombination aus Säure, Cremigkeit und Frische macht ihn einfach unwiderstehlich.
Hauptzutaten
- Salatgurken: Bilden die knackige, wasserreiche Basis des Salats und sorgen für die erfrischende Note
- Rote Zwiebel: Gibt dem Salat eine milde Schärfe und einen farblichen Kontrast, der das Auge erfreut
- Saure Sahne: Verleiht dem Dressing seine cremige Konsistenz und angenehme Säure
- Dillspitzen: Das charakteristische Gewürz für Gurkensalat, das mit seinem frischen, leicht anisartigen Aroma perfekt harmoniert
- Balsamico-Essig: Sorgt für die nötige Säure und ein ausgewogenes Geschmacksprofil

Zubereitung detailliert
- Gurken Richtig Vorbereiten:
- Die Salatgurken gründlich unter fließendem Wasser waschen. Je nach persönlicher Vorliebe kannst du die Schale belassen oder mit einem Sparschäler entfernen. Bei Bio-Gurken empfehle ich, die nährstoffreiche Schale zu belassen. Mit einem Gurkenhobel oder einem scharfen Messer die Gurken in möglichst dünne, gleichmäßige Scheiben schneiden. Je dünner die Scheiben, desto besser nimmt der Salat später das Dressing auf. Die geschnittenen Gurkenscheiben in eine große Schüssel geben und gleichmäßig mit Salz bestreuen. Mit einem Löffel vorsichtig durchmischen, damit alle Scheiben mit Salz in Berührung kommen. Nun die Gurken etwa 30 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit entzieht das Salz den Gurken überschüssiges Wasser, was später ein Verwässern des Dressings verhindert.
- Wasser Entziehen:
- Nach der Ruhezeit die gesalzenen Gurkenscheiben in ein feines Sieb geben und leicht mit den Händen ausdrücken. Dabei vorsichtig vorgehen, um die Struktur der Gurken nicht zu zerstören. Das austretende Gurkenwasser kannst du wegschütten oder für erfrischende Getränke aufbewahren. Die entwässerten Gurkenscheiben zurück in die Schüssel geben.
- Dressing Zubereiten:
- In einer separaten Schüssel die saure Sahne geben. Den hellen Balsamico-Essig, das Rapsöl, eine Prise Zucker und frisch gemahlenen Pfeffer hinzufügen. Die Dillspitzen dazugeben und alle Zutaten mit einem Schneebesen oder einer Gabel gründlich vermengen, bis eine glatte, homogene Sauce entsteht. Alternativ kannst du alle Zutaten in einen Dressingshaker oder ein Schraubglas geben und kräftig schütteln, bis sich alles gut verbunden hat.
- Salat Vollenden:
- Die rote Zwiebel abziehen und in sehr feine Würfel schneiden oder mit einem Multizerkleinerer fein hacken. Die gehackte Zwiebel über die vorbereiteten Gurkenscheiben streuen. Nun das fertige Dressing über die Gurken und Zwiebeln gießen und alles vorsichtig mit einem Löffel oder Küchenspachtel durchmischen. Dabei darauf achten, dass die Gurkenscheiben nicht brechen. Den fertigen Salat idealerweise direkt servieren oder für kurze Zeit in den Kühlschrank stellen, um ihn gut durchziehen zu lassen.
Ich bereite diesen Salat besonders gerne an heißen Sommertagen zu, wenn wir draußen grillen. Die erfrischende Wirkung der Gurken in Kombination mit dem cremigen Dressing sorgt für einen angenehmen Kontrast zu würzigem Grillfleisch. Meine Gäste fragen immer nach dem Rezept, obwohl es so einfach ist.
Traditionelle Begleitung
Dieser klassische Gurkensalat hat seinen festen Platz in der deutschen Küche und ist eine ideale Ergänzung zu deftigen Hauptgerichten. Die erfrischende Säure und die leichte Cremigkeit bilden einen perfekten Kontrast zu schweren Fleischgerichten und helfen, das Gesamtmenü ausgewogen zu gestalten. Die Gurke wirkt außerdem verdauungsfördernd, was besonders bei reichhaltigen Mahlzeiten von Vorteil ist.
Servierempfehlungen
Der Gurkensalat passt hervorragend zu zahlreichen Hauptgerichten:
- Als klassische Beilage zu panierten Schnitzeln und Bratkartoffeln
- Zu gegrilltem Fleisch oder Fisch für eine erfrischende Note
- Als Begleiter zu Pellkartoffeln mit Quark für ein leichtes Sommeressen
- Zu deftigem Eintopf oder Gulasch als ausgleichende Komponente
Geschmacksvariationen
Das Grundrezept lässt sich mit kleinen Änderungen vielfältig abwandeln:
- Für eine mediterrane Version mit schwarzen Oliven, Feta und etwas Oregano ergänzen
- Für mehr Frische einige Minzblätter untermischen
- Für eine asiatische Note etwas Sesamöl und fein gehackte Chili hinzufügen
- Für zusätzliche Textur geröstete Sonnenblumenkerne einarbeiten

Haltbarkeitstipps
Der Gurkensalat schmeckt am besten frisch zubereitet, wenn die Gurken noch knackig und das Dressing cremig ist. In einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahrt, hält er sich etwa 1-2 Tage. Mit der Zeit wird das Dressing jedoch wässriger, da die Gurken trotz des Entwässerns weiterhin Flüssigkeit abgeben. Vor dem erneuten Servieren am nächsten Tag den Salat gut umrühren und überschüssige Flüssigkeit abgießen. Ein Einfrieren ist nicht zu empfehlen, da Gurken nach dem Auftauen matschig werden.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie ein so einfaches Rezept mit so wenigen Zutaten so viel Geschmack entfalten kann. Der Gurkensalat mit saurer Sahne ist ein Paradebeispiel dafür, dass gute Küche nicht kompliziert sein muss. Er bringt Frische auf den Teller und ist so vielseitig einsetzbar, dass er in keinem Rezeptrepertoire fehlen sollte.
Häufig gestellte Fragen
- → Muss ich die Gurken wirklich salzen und ausdrücken?
- Ja, das Salzen und Ausdrücken der Gurken ist wichtig, damit der Salat nicht zu wässrig wird. Die Gurken geben so überschüssiges Wasser ab und nehmen das Dressing besser auf.
- → Kann ich den Gurkensalat vorbereiten?
- Ja, du kannst den Salat einige Stunden vorher zubereiten. Er wird mit der Zeit sogar aromatischer, da die Gurken das Dressing aufnehmen. Am besten schmeckt er jedoch am selben Tag.
- → Kann ich Joghurt statt saurer Sahne verwenden?
- Ja, griechischer Joghurt ist eine gute Alternative zu saurer Sahne. Er macht das Dressing etwas leichter, behält aber die cremige Konsistenz.
- → Welcher Essig eignet sich am besten?
- Heller Balsamico, Apfelessig oder Weißweinessig passen alle gut. Jeder bringt eine leicht andere Note mit, aber alle sorgen für die nötige Frische. Normaler dunkler Balsamico färbt den Salat allerdings bräunlich.
- → Ist frischer oder getrockneter Dill besser?
- Frischer Dill gibt dem Salat ein intensiveres Aroma, aber getrocknete Dillspitzen funktionieren auch gut. Wenn du frischen Dill verwendest, nimm etwa 2 EL gehackten frischen Dill.
- → Kann ich den Gurkensalat auch ohne Zwiebeln zubereiten?
- Ja, du kannst die Zwiebeln weglassen, wenn du sie nicht magst. Der Salat schmeckt auch ohne Zwiebeln erfrischend, verliert aber etwas von seiner Würze.