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Türkische Apfelplätzchen, oft auch Elmalı Kurabiye genannt, sind kleine gefüllte Mürbeteigplätzchen mit dunkler Apfelfüllung. Sie sehen schlicht aus, schmecken aber nach Zimt, Butter und warmem Apfel.
Der Teig soll weich sein, aber nicht kleben. Die Füllung wird vorher eingekocht, damit die Plätzchen im Ofen nicht aufplatzen oder matschig werden.
Am schönsten werden sie als kleine Röllchen oder Hörnchen. Nach dem Abkühlen kommt Puderzucker darüber, und genau dann sehen sie aus wie die Plätzchen vom türkischen Blech.
Was in die Röllchen kommt
Für die Füllung lohnen sich feste, säuerliche Äpfel. Utah State University Extension empfiehlt für Apfelzubereitungen Sorten wie Braeburn, Golden Delicious, Granny Smith, Jonathan oder Honeycrisp und rät, Äpfel vor dem Verarbeiten gut abzuspülen. Mehr dazu steht im Apfel-Leitfaden der USU Extension.
- Äpfel. Sie werden gerieben und eingekocht, bis eine dicke, aromatische Füllung entsteht.
- Zimt. Gibt der Füllung den typischen warmen Duft.
- Walnüsse. Bringen Biss und nehmen etwas Feuchtigkeit auf.
- Butter. Macht den Teig mürbe und gibt einen runden Geschmack.
- Naturjoghurt. Hält den Teig geschmeidig, ohne ihn schwer zu machen.
- Mehl. Wird nur so weit eingearbeitet, bis der Teig weich formbar ist.
- Puderzucker. Süßt mild und sorgt für die helle Schneeschicht nach dem Backen.
So werden sie gerollt
- Füllung einkochen. Reibe die Äpfel grob und dünste sie mit Zucker, Zitronensaft und Zimt, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Rühre die Walnüsse unter und lasse alles kalt werden.
- Teig anrühren. Verrühre Butter, Öl, Joghurt, Ei, Puderzucker, Vanille und Salz glatt. Arbeite Mehl und Backpulver portionsweise ein, bis ein weicher Teig entsteht.
- Kurz ruhen lassen. Decke den Teig ab und kühle ihn 20 Minuten. Er soll formbar sein, aber nicht fest wie Kühlschrankbutter.
- Füllen und formen. Teile den Teig in vier Portionen. Rolle jede Portion rund aus, schneide sie in acht Dreiecke und gib etwas Füllung an die breite Seite. Rolle zur Spitze hin auf.
- Hell backen. Lege die Röllchen mit der Naht nach unten auf Backpapier. Backe sie bei 175 °C Ober- und Unterhitze 18-22 Minuten, bis die Unterseite leicht goldgelb ist.
- Abkühlen und bestäuben. Lass die Plätzchen vollständig auskühlen. Bestäube sie dann dick mit Puderzucker.
Die Füllung muss trocken sein
Die Apfelmasse entscheidet über die Form. Wenn sie noch glänzend nass ist, weicht sie den Teig von innen auf und kann beim Backen auslaufen. Koche sie bei mittlerer Hitze, bis der Pfannenboden beim Rühren kurz sichtbar bleibt. Erst dann kommen Walnüsse hinein. Sie geben Struktur und runden den Zimtgeschmack ab.
Lass die Füllung auf einem Teller ausbreiten. So kühlt sie schneller ab. Warme Füllung macht den Teig weich, und weicher Teig lässt sich nicht sauber aufrollen.
Der Teig bleibt lieber weich
Gib das Mehl nicht auf einmal hinein. Je nach Joghurt, Ei und Mehlsorte kann der Teig etwas mehr oder weniger aufnehmen. Er ist richtig, wenn er sich glatt anfühlt und beim Drücken nicht mehr klebt. Zu viel Mehl macht die Plätzchen trocken.
Butter ist hier mehr als nur Fett. Sie gibt Gebäck Geschmack und mürbe Struktur. Utah State University Extension nennt Butter ausdrücklich als gute Wahl für Kekse, Kuchen und Tartes, besonders wegen Textur und Aroma. Das steht im Überblick zu Fetten beim Kochen und Backen.
Formen ohne Stress
Arbeite mit einer Teigportion nach der anderen. Der Rest bleibt abgedeckt, damit er nicht austrocknet. Rolle den Teig auf leicht bemehlter Fläche etwa 3 mm dünn aus. Schneide den Kreis wie eine Pizza in acht Stücke. Ein kleiner Teelöffel Füllung reicht. Mehr sieht verlockend aus, macht das Rollen aber schwer.
Setze die Röllchen mit der Spitze und Naht nach unten aufs Blech. So bleiben sie geschlossen. Wenn ein wenig Füllung sichtbar ist, ist das in Ordnung. Türkische Apfelplätzchen dürfen handgemacht aussehen.
Sicher backen und naschen
Roher Plätzchenteig ist keine Kostprobe. Mehl wird aus rohem Getreide hergestellt, und die FDA erklärt, dass Backen nötig ist, um mögliche Keime in Mehl und rohem Ei sicher zu reduzieren. Deshalb den Teig nicht probieren und Arbeitsfläche, Hände und Schüssel danach gründlich reinigen. Die Details stehen in den FDA-Hinweisen zum sicheren Umgang mit Mehl.
Aufbewahren und vorbereiten
Die Plätzchen schmecken nach einigen Stunden besonders rund, weil Apfel und Zimt in den Teig ziehen. Bewahre sie in einer Dose auf und lege Backpapier zwischen die Lagen. Wenn du sie für Gäste backst, mache die Füllung am Vortag und stelle sie abgedeckt kalt. Der Teig kann ebenfalls vorbereitet werden, braucht vor dem Ausrollen aber kurze Zeit bei Raumtemperatur.
Komplette Übersicht
Türkische Apfelplätzchen schmecken frisch am ersten Tag zart und am nächsten Tag sogar noch runder. Die Füllung kann vorbereitet werden, der Teig braucht nur eine kurze Ruhezeit.
Häufig gestellte Fragen zum Rezept
- Welche Äpfel passen am besten für Türkische Apfelplätzchen?
Nimm feste, leicht säuerliche Äpfel. Braeburn, Boskoop, Granny Smith oder Elstar halten beim Dünsten gut durch und schmecken nicht flach.
- Kann ich die Walnüsse weglassen?
Ja. Die Füllung funktioniert auch ohne Walnüsse. Gib dann 1 bis 2 Esslöffel Semmelbrösel oder gemahlene Mandeln dazu, falls sie nach dem Abkühlen noch sehr weich wirkt.
- Warum läuft meine Apfelfüllung aus?
Meist war die Füllung noch zu feucht oder warm. Koche die geriebenen Äpfel, bis keine Flüssigkeit mehr am Pfannenboden steht, und lasse sie vollständig abkühlen.
- Kann ich den Teig vorbereiten?
Ja. Der Teig kann gut verpackt bis zu 24 Stunden im Kühlschrank ruhen. Lass ihn vor dem Ausrollen 10 bis 15 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit er nicht bricht.
- Wie bewahre ich Türkische Apfelplätzchen auf?
In einer gut schließenden Dose halten sie bei kühler Raumtemperatur etwa 3 Tage. Für längere Aufbewahrung lege sie in den Kühlschrank und bestäube sie erst kurz vor dem Servieren frisch mit Puderzucker.
- Kann ich die Plätzchen einfrieren?
Ja. Friere die gebackenen, ungezuckerten Plätzchen in einer flachen Dose ein. Taue sie bei Raumtemperatur auf und gib den Puderzucker erst danach darüber.