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Fünf Sorten Plätzchen aus einem Teig sind ideal, wenn der Teller abwechslungsreich aussehen soll und die Küche trotzdem überschaubar bleiben darf. Der Grundteig ist ein mürber Butterteig, der sich gut ausrollen, ausstechen und nach dem Backen füllen oder in Schokolade tauchen lässt.
Du bekommst helle Vanillesterne, Marmeladen-Doppelkekse, Schoko-Walnuss-Taler, schokolierte Formen und bunte Streuselsterne. Alles passt geschmacklich zusammen, wirkt aber auf der Platte wie eine kleine Weihnachtsbäckerei.
Ein Teig, fünf Plätzchen
Für diesen Plätzchenteller brauchst du einen Grundteig, der formstabil bleibt und trotzdem zart mürbe wird. Butter, Zucker und Ei sollten gut verbunden sein, aber der Teig darf nach dem Mehl nicht lange geknetet werden.
- Weizenmehl. Gibt dem Butterteig Struktur und macht ihn ausrollbar.
- Butter. Sorgt für mürbe Ränder und den klassischen Weihnachtsgebäck-Duft.
- Zucker. Süßt den Teig und hilft beim leichten Bräunen.
- Eier. Binden den Teig und machen ihn geschmeidig.
- Vanillezucker und Zitronenabrieb. Bringen feines Aroma in alle fünf Sorten.
- Backpulver. Lockert den Teig sanft, ohne die Formen stark aufgehen zu lassen.
- Kakao. Macht aus einer Portion dunkle Schoko-Walnuss-Plätzchen.
- Marmelade. Füllt die Doppelkekse und gibt fruchtigen Kontrast.
- Schokolade. Überzieht einige Plätzchen mit glänzender, knackiger Schicht.
- Walnüsse und Streusel. Setzen Biss und Farbe auf den fertigen Teller.
So entsteht der Plätzchenteller
- Grundteig mischen. Rühre Butter, Zucker, Vanillezucker und Zitronenabrieb cremig. Arbeite die Eier ein, dann Mehl, Backpulver und Salz nur so lange, bis ein weicher Teig entsteht.
- Kühlen und teilen. Forme den Teig flach, wickle ihn ein und kühle ihn 60 Minuten. Teile ihn danach in fünf möglichst gleiche Stücke.
- Schokoteig kneten. Knete Kakao und Milch unter eine Portion. Daraus werden kleine Taler mit Walnüssen.
- Formen ausstechen. Rolle jede Portion 4-5 mm dick aus. Stich Sterne, Herzen, Kreise und kleine Fenster für die Marmeladenkekse aus.
- Rohe Sorten dekorieren. Bestreiche Streuselsterne hauchdünn mit Milch und gib Streusel darauf. Drücke Walnüsse leicht in die Schoko-Taler.
- Hell backen. Backe die Plätzchen bei 180 °C Ober-/Unterhitze 8-10 Minuten. Sie sollen am Rand nur leicht Farbe bekommen.
- Füllen und glasieren. Lass alles komplett auskühlen. Fülle die Doppelkekse mit Marmelade, bestäube sie mit Puderzucker und tauche andere Formen halb in geschmolzene Schokolade.
Kälte hält die Form
Der wichtigste Schritt ist die Kühlzeit. Kalte Butter im Teig schmilzt im Ofen langsamer, dadurch laufen Sterne und Herzen weniger auseinander. Die Iowa State University Extension erklärt, dass Fett, Zucker und Ruhezeit die Ausbreitung und Textur von Keksen deutlich beeinflussen. Mehr dazu steht in ihrer Übersicht zu Zutaten und Kekstextur.
Wenn deine Küche warm ist, arbeite portionsweise. Nimm nur ein Teigstück heraus und lege Abschnitte wieder kalt. Auch ausgestochene Plätzchen dürfen 10 Minuten auf dem Blech in den Kühlschrank, bevor sie in den Ofen wandern.
Rohteig bleibt roh
Naschen klingt harmlos, ist bei Plätzchenteig aber keine gute Idee. Mehl wird aus rohem Getreide hergestellt und sollte laut FDA nicht ungebacken gegessen werden. Die Behörde weist in ihren Hinweisen zum sicheren Umgang mit Mehl auch darauf hin, Arbeitsflächen und Hände nach Kontakt mit rohem Teig gründlich zu reinigen.
In diesem Rezept kommen außerdem Eier in den Teig. Die FDA empfiehlt bei Feiertagsrezepten, rohen Plätzchenteig nicht zu probieren. Ihre Hinweise für Feiertagsküchen sind besonders nützlich, wenn Kinder beim Ausstechen helfen.
Fünf Sorten ohne Chaos
Ordnung macht dieses Rezept entspannt. Lege zuerst alle Ausstecher, Bleche und Dekorationen bereit. Dann entscheidest du pro Teigportion nur noch eine Aufgabe. Eine Portion bleibt hell für Vanillesterne. Eine wird zu Doppelkeksen. Eine bekommt Schokolade nach dem Backen. Eine trägt Streusel. Die letzte wird mit Kakao dunkel und mit Walnüssen belegt.
Backe ähnliche Größen zusammen. Kleine Sterne sind schneller fertig als große Herzen. Wenn du mehrere Bleche hast, rotiere sie nicht hektisch. Lieber ein Blech nach dem anderen backen und die Plätzchen hell herausnehmen. Auf dem heißen Blech garen sie noch kurz nach.
Schokolade glänzend halten
Für die schokolierten Plätzchen reicht ein kleines Wasserbad. Hacke die Schokolade fein und schmilz sie langsam, damit sie nicht körnig wird. Die Schüssel darf das Wasser nicht berühren. Sobald fast alles geschmolzen ist, nimm sie vom Topf und rühre die restlichen Stücke glatt.
Tauche die vollständig ausgekühlten Plätzchen nur halb ein. So sieht der Teller abwechslungsreich aus und die zarten Kanten bleiben sichtbar. Ein paar gehackte Walnüsse auf der feuchten Schokolade sehen hübsch aus, sind aber optional. Lasse die Plätzchen auf Backpapier fest werden, bevor du sie stapelst.
Vorrat und Aufbewahrung
Gebäck mag es kühl, trocken und getrennt nach Sorte. Bewahre schokolierte und marmeladengefüllte Plätzchen am besten in getrennten Dosen auf, sonst wandert Feuchtigkeit und die knackigen Sorten werden schneller weich. Zwischen die Lagen kommt Backpapier.
Du kannst den ungebackenen Teig sehr gut vorbereiten. Wenn du ihn länger als eine Nacht lagern willst, friere ihn besser portionsweise ein. Für kalte Lagerung von Lebensmitteln empfiehlt FoodSafety.gov einen Kühlschrank bei höchstens 4 °C und einen Gefrierschrank bei etwa -18 °C. Die Übersicht zu Kühlen und Einfrieren ist dafür eine gute Orientierung.
Wenn der Teig zickt
Bröseliger Teig braucht meist nur Wärme von den Händen. Drücke ihn kurz zusammen, aber knete ihn nicht lange. Wenn er trotzdem reißt, helfen 1-2 Teelöffel Milch. Klebriger Teig gehört dagegen zurück in den Kühlschrank.
Beim Ausrollen ist wenig Mehl genug. Bestäube die Arbeitsfläche dünn und bewege den Teig zwischendurch leicht, damit er nicht festklebt. Reste kannst du wieder zusammendrücken und noch einmal ausrollen. Nach dem zweiten Ausrollen werden sie etwas fester, deshalb nutze diese Abschnitte gern für einfache Sterne oder Schokoformen.
Komplette Übersicht
Der Teig lässt sich gut vorbereiten und in Portionen teilen. Arbeite kühl, backe hell und dekoriere erst vollständig ausgekühlte Plätzchen mit Marmelade, Puderzucker und Schokolade.
Häufig gestellte Fragen zum Rezept
- Kann ich den Teig am Vortag vorbereiten?
Ja. Wickel den Teig gut ein und lege ihn über Nacht in den Kühlschrank. Lass ihn vor dem Ausrollen 10-15 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit er nicht bricht.
- Welche Marmelade passt am besten?
Himbeer-, Johannisbeer- oder Aprikosenkonfitüre funktionieren besonders gut. Glatte Konfitüre lässt sich sauber verstreichen. Sehr stückige Marmelade kannst du kurz erwärmen und durch ein Sieb streichen.
- Warum verlaufen meine Plätzchen beim Backen?
Meist war der Teig zu warm oder das Blech noch heiß. Kühle ausgestochene Plätzchen vor dem Backen kurz nach und lege den nächsten Schwung immer auf ein kaltes Blech.
- Kann ich die Nüsse weglassen?
Ja. Ersetze die Walnüsse durch gehackte Mandeln, Haselnüsse oder lass sie ganz weg. Für eine nussfreie Variante kannst du die Schoko-Taler mit Zuckerstreuseln oder Hagelzucker bestreuen.
- Wie lange halten die Plätzchen?
In einer gut schließenden Dose halten sie etwa 2 Wochen. Schichte empfindliche Sorten mit Backpapier dazwischen. Marmeladenkekse werden nach ein bis zwei Tagen besonders zart.
- Kann ich den Teig einfrieren?
Ja. Friere den Grundteig portionsweise ein und taue ihn über Nacht im Kühlschrank auf. Danach kurz durchkneten, ausrollen und wie im Rezept weiterarbeiten.
Verwendete Quellen
Dieser Inhalt wurde mit zuverlässigen und geprüften Informationen erstellt.
- https://blogs.extension.iastate.edu/answerline/2023/11/21/ingredients-affect-how-the-cookie-crumbles
- https://www.fda.gov/food/buy-store-serve-safe-food/handling-flour-safely-what-you-need-know
- https://www.fda.gov/consumers/consumer-updates/food-safety-tips-healthy-holidays?hootPostID=9db84f711f0a9ed217decd8a0d753b4d
- https://www.foodsafety.gov/keep-food-safe/4-steps-to-food-safety?linkId=100000113638102