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Vegane Zimtsterne brauchen kein Ei, um saftig, würzig und sauber ausstechbar zu werden. Gemahlene Nüsse geben dem Teig Körper, Puderzucker macht ihn fein, und Aquafaba hilft beim Binden.
Wichtig ist die Ruhezeit. Kalter Teig klebt weniger und die Sterne behalten beim Backen ihre Form. Danach kommt eine dicke Zitronenglasur darüber, die mattweiß trocknet und schön mit dem Zimt duftet.
Nussiger Teig ohne Ei
Für saftige Sterne brauchst du fein gemahlene Nüsse und sehr feinen Puderzucker. Wenn die Nüsse grob sind, wirkt der Teig bröselig und die Kanten werden beim Ausstechen unruhig.
- Gemahlene Mandeln. Sie machen den Teig fein, mild und weich im Biss.
- Gemahlene Haselnüsse. Sie bringen Röstaroma und den klassischen dunkleren Plätzchenduft.
- Puderzucker. Er löst sich schnell und hält den Teig zart statt körnig.
- Zimt. Er gibt den Sternen ihr warmes Weihnachtsaroma.
- Aquafaba. Die Flüssigkeit aus gekochten Kichererbsen bindet den Teig vegan und hilft bei der Glasur.
- Zitronensaft. Er schneidet die Süße an und macht die Glasur frischer.
- Vanille und Salz. Kleine Mengen reichen, damit Nuss und Zimt runder schmecken.
Vegane Zimtsterne formen und backen
- Trockene Zutaten mischen. Mandeln, Haselnüsse, Puderzucker, Zimt, Vanille und Salz gründlich verrühren, damit später keine Zimtnester im Teig bleiben.
- Teig binden. Aquafaba und Zitronensaft zugeben. Nur so viel Wasser einkneten, bis eine weiche, formbare Masse entsteht.
- Gut kühlen. Den Teig flach drücken, einwickeln und mindestens 1 Stunde kalt stellen. So lässt er sich sauber ausrollen.
- Dick ausrollen. Den Teig zwischen Backpapier etwa 1 cm dick ausrollen. Dünne Sterne trocknen schneller aus.
- Sterne ausstechen. Den Ausstecher zwischendurch in Puderzucker drücken. Teigreste wieder zusammendrücken und bei Bedarf kurz kühlen.
- Hell backen. Die Sterne bei 160 °C Ober- und Unterhitze 8-10 Minuten backen. Sie sollen fest aussehen, aber kaum Farbe bekommen.
- Glasieren. Puderzucker mit Aquafaba und Zitronensaft dick rühren. Auf die abgekühlten Sterne streichen und vollständig trocknen lassen.
Warum die Sterne hell bleiben
Zimtsterne sind keine knusprigen Butterkekse. Sie leben von einem weichen Kern und einer dünnen, trockenen Oberfläche. Backe sie deshalb kurz und eher hell. Wenn sie direkt aus dem Ofen noch weich wirken, ist das richtig. Auf dem Blech ziehen sie nach und werden beim Abkühlen stabil.
Beim Backen über 120 °C können in stärkehaltigen Lebensmitteln Bräunungsreaktionen entstehen. Die EFSA erklärt, dass Acrylamid vor allem bei hoher Hitze und trockener Oberfläche gebildet wird, deshalb passt hier die einfache Küchenregel: hell backen statt dunkel rösten. Mehr Hintergrund gibt die EFSA-Seite zu Acrylamid.
Glasur ohne Ei
Die Glasur soll streichfähig sein, aber nicht vom Stern laufen. Rühre Puderzucker zuerst mit 1 Esslöffel Aquafaba und 1 Teelöffel Zitronensaft an. Wird sie zu fest, kommt tropfenweise mehr Zitronensaft dazu. Wird sie zu flüssig, hilft gesiebter Puderzucker.
Ein kleiner Winkelpalettenspachtel oder ein Teelöffel reicht. Ziehe die Glasur bis knapp an die Zacken. Wenn du die Sterne stapeln möchtest, lass sie mehrere Stunden offen trocknen. Die Oberfläche sollte matt und fest sein.
Teig richtig ausrollen
Backpapier ist hier praktischer als viel Puderzucker auf der Arbeitsfläche. Zu viel Zucker macht die Oberfläche klebrig und kann beim Backen fleckig werden. Rolle den Teig in kleinen Portionen aus, besonders wenn deine Küche warm ist.
Für gleichmäßige Sterne helfen zwei Teighölzer oder Lineale als Abstandshalter. 1 cm Dicke ist ein guter Mittelweg. Dicker gebackene Sterne bleiben saftiger, brauchen aber vielleicht 1 Minute länger. Sehr dünne Sterne werden schnell trocken.
Allergene bewusst planen
Diese Zimtsterne enthalten Mandeln und Haselnüsse. Die FDA führt Baumnüsse zu den wichtigen Lebensmittelallergenen und weist darauf hin, dass die jeweilige Nussart auf verpackten Lebensmitteln klar benannt werden soll. Für Gäste ist eine kurze Info also sinnvoll, besonders wenn du Plätzchenteller mit mehreren Sorten füllst. Die Details stehen auf der FDA-Seite zu Lebensmittelallergenen.
Wenn du in einer Küche mit vielen Plätzchensorten arbeitest, lege vegane und nussfreie Backwaren getrennt ab. Benutze saubere Messer, Dosen und Backpapiere. So bleibt klar, was in welcher Sorte steckt.
Aufbewahren ohne weiche Glasur
Die Sterne müssen erst komplett abkühlen und trocknen, sonst wird die Glasur in der Dose stumpf und feucht. Danach kommen sie in eine gut schließende Plätzchendose. Zwischen die Lagen passt Backpapier. Lagere sie kühl, trocken und nicht neben sehr aromatischen Gewürzen.
Trockene Vorräte wie Nüsse, Gewürze und Kekse sollten fest verschlossen bleiben. Die University of Minnesota Extension empfiehlt für anfällige Vorräte dicht schließende Glas-, Metall- oder robuste Kunststoffbehälter, siehe ihre Hinweise zu Vorratsschädlingen in trockenen Lebensmitteln.
Komplette Übersicht
Die Sterne schmecken am besten, wenn sie nach dem Glasieren vollständig trocknen dürfen. Danach kommen sie in eine gut schließende Dose und bleiben mehrere Tage aromatisch.
Häufig gestellte Fragen zum Rezept
- Kann ich vegane Zimtsterne ohne Aquafaba backen?
Ja, der Teig gelingt auch mit kaltem Wasser. Aquafaba bindet etwas besser und macht die Glasur cremiger, aber für den Teig reichen meist Wasser und Zitronensaft. Gib Flüssigkeit immer löffelweise dazu, damit der Teig nicht schmierig wird.
- Warum klebt mein Zimtsternteig so stark?
Der Teig ist wahrscheinlich zu warm oder hat etwas zu viel Flüssigkeit bekommen. Wickle ihn ein und kühle ihn 20 Minuten. Danach rollst du ihn zwischen zwei Lagen Backpapier aus und bestäubst den Ausstecher dünn mit Puderzucker.
- Wie lange halten vegane Zimtsterne?
Gut durchgetrocknet und luftdicht verpackt bleiben sie etwa 1-2 Wochen frisch. Lagere sie kühl, trocken und getrennt von sehr knusprigen Keksen. Die Glasur sollte komplett fest sein, bevor die Sterne in die Dose kommen.
- Kann ich nur Mandeln oder nur Haselnüsse verwenden?
Ja, beides funktioniert. Nur Mandeln ergeben einen feineren, milderen Stern. Nur Haselnüsse schmecken kräftiger und machen den Teig etwas dunkler. Achte darauf, dass die Nüsse sehr fein gemahlen sind.
- Sind diese Zimtsterne glutenfrei?
Die Zutaten enthalten kein Weizenmehl und sind von Natur aus glutenfrei. Für Menschen, die sehr empfindlich reagieren, solltest du trotzdem auf zertifiziert glutenfreie Nüsse, Puderzucker und Gewürze achten. In manchen Betrieben gibt es Kontakt mit glutenhaltigen Produkten.
- Kann ich die Zimtsterne einfrieren?
Ja, am besten frierst du sie ohne Glasur ein. Lege Backpapier zwischen die Lagen und taue die Sterne langsam bei Raumtemperatur auf. Danach kannst du sie frisch glasieren und trocknen lassen.